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Harburger Radsport Gemeinschaft v. 1951 e. V.

Rennen fahren in Südost-Asien

Bericht zur Asien Tour durch Malaysia und Indonesien 

Ein Bericht von Philipp Plambeck.

Anfang November reiste eine drei Mann starke Rennfahrer Truppe der HRG als Teil des Embrace The World Cycling Team ins ferne Asien, um dort an zwei Top Rundfahrten mit internationaler Besetzung zu starten.

Die erste Rundfahrt sollte in Malaysia stattfinden und so reisten wir ein paar Tage früher am 3. November an. Kurz nach dem langen und anstrengenden Flug erhielten wir jedoch die Nachricht, dass das Rennen kurzzeitig abgesagt wurde. Unter Entsetzen wurden wir zum Glück vom Rennveranstalter sehr hübsch einquartiert und genossen die volle Gastfreundschaft der Malaysianesen. Knapp zwei Wochen durften wir das sonnige Wetter im angenehmen Meerwasser der Straße von Malakka genießen und bei traditionellem Essen und alten Bräuchen die Kultur kennen lernen.

Natürlich durfte auch das Training nicht fehlen, da durch die ausgefallenen Rennen die Vorbereitung fehlte... So quälten wir uns bei durchschnittlich 30 Grad im Schatten bis zu 150km über steile Berge und lange Landstraßen durch etliche Palmenölplantagen. Doch nicht nur das Essen und die Sitten und Bräuche waren für uns gewissermaßen exotisch, sondern auch der ein oder andere Wegbegleiter beim Training. Begleitet wurden wir nämlich machmal von leicht aggressiven Kuhherden, 2 Meter langen Leguanen oder dem ein oder anderen Rudel Affen. Bevor es wieder hieß ab ins Flugzeug, nutzten wir unsere restliche Freizeit um auch mal die Geschichte von Malakka und das Großstadtleben von Kuala Lumpur kennen zu lernen.

Fotos: eigen

Kurz darauf standen wir schon am Start der ersten Etappe in Indonesien und die Anstrengungen durften beginnen. Schon vor Beginn war uns eines klar, es wird verdammt anstrengend bei Etappen mit knapp 2000 Höhenmetern. Überraschend gelang es uns das Renngeschehen deutlich mitzubestimmen, sodass wir früh 2 Etappen und fast noch zwei weitere gewinnen konnten. Das Ergebnis waren das zwischenzeitlich errungene gelbe Trikot des Gesamtersten und die Punkthoheit in der Sprintwertung. An anderen Tagen erging es uns dafür umso schwerer, denn die Teams der top Bergfahrer setzten am Berg ein hohes Tempo an die Tagesordnung.

 

Foto: ETW

Nach einigen Etappen war jedoch das grüne Trikot der Sprintwertung gesichert und zum Ziel war es nicht mehr weit. Die Schlussetappe endete im Unwetter und die letzten Runden auf dem Schlusskurs wurden zum Highlight für die Zuschauer, dass wir unter den Top 15 beenden konnten. Obwohl wir unsere Schwächen in steilem Terrain gemerkt haben, können wir abschließend von einer durchaus erfolgreichen Rundfahrt sprechen. Zudem wurden uns die harten Tage in schönen Hotels mit gutem Service und bestem Essen und täglichen Massagen versüßt. Ein letzter Ausflug mit allen Beteiligten rundete das geniale Erlebnis noch einmal ab.




Veröffentlicht am:
23:28:42 12.12.2017

URL: http://harburger-rg.de/?section=news&cmd=details&newsid=684&printview=1
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